Schulen und Kinder-Tages-Einrichtungen

 

2017-09 Schallabsorbierende Wandpaneele (Bastelanleitung)

Eine (bisher noch recht kurze) Anleitung, wie man schallabsorbierende Wandpaneele in Eigenhilfe herstellen kann, habe ich unter dem Datum 2017-09-18 bei den Downloads unter "Raumakustik" eingestellt. Sie ist "auf die Schnelle" entstanden und ich habe vor, sie noch mit einigen Skizzen zu ergänzen. Ob das wohl jemals etwas wird???

 

2016-11 Messung und Bewertung von Lärm in Kindertagesstätten

In der Zeitschrift Lärmbekämpfung 2016, Heft 6 haben Jan Rennies-Hochmuth und François Xavier Nsabimana vom Fraunhofer IDMT, Hör-, Sprach- und Audiotechnologie, Oldenburg, einen 7-seitigen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. In ihrer Zusammenfassung heißt es:

Studien zum Thema Stress am Arbeitsplatz in Kindertagesstätten (KiTa) belegen, dass Lärm zu den Hauptfaktoren für Stress gehört. Lärm gilt auch als einer der Hauptgründe für Arbeitsplatzwechsel oder vorgezogenen Ruhestand. Obwohl frühere Studien zeigen, dass in KiTa-Räumen im Allgemeinen keine gehörschädigenden Dauerschallpegel auftreten, bezeichnen Erziehende klar und übereinstimmend den Faktor Lärm als störend und stressig. Dieser Beitrag diskutiert die Ergebnisse einer fragebogenbasierten subjektiven Einschätzung der Lärmwahrnehmung in mehreren KiTa-Gruppen sowie einer Langzeitanalyse von Lärmpegeln in verschiedenen KiTa-Räumen und stellt diese beiden Bewertungen in Beziehungen zueinander. Darüber hinaus werden einfache Maßnahmen zusammengetragen, die ohne großen Aufwand zu einer Lärmminderung im Kita-Umfeld führen können. Unter post an carsten-ruhe.de kann eine Kopie angefordert werden.

Einen eigenen "uralten" Bauschadensbericht mit dem Titel "Kindertagesstätte - Zu hohe Schallpegel infolge zu geringer Schallabsorption" aus dem Jahr 2000 finden Sie bei den Downloads unter "Raumakustik" ziemlich weit unten.

 

2016 H4: Schalltechnische Maßnahmen in Kindertageseinrichtungen

Als im Frühjahr 2016 der refeRATgeber 6 herauskam, wurde ich relativ bald von einer namhaften Einrichtung gebeten, doch auch etwas zu Kindergärten und Kindertagesstätten zu schreiben, denn dort beginne doch die Sprachentwicklung der Kinder, insbesondere derer, die zu Hause eine entsprechende Anleitung nicht bekommen (können). Ich persönlich denke hier sofort besonders an die Kinder unserer ausländischen Mitbürger, die in den vergangenen Jahren zu uns gekommen sind. Je besser sie unsere Sprache lernen, desto besser klappt es auch mit ihrer Inklusion. Im Sommer 2016 bot die Zeitschrift für Audiologie im Zusammenhang mit einem Abdruck des refeRATgeber-Inhaltes an, auch noch ergänzende Texte aufzunehmen. So steht in dieser Veröffentlichung etwas über die Wirkung von schallabsorbierenden Wandpaneelen im Hinblick auf die Beseitigung von Flatterechos und am Schluss auch ein längerer Text zu den Kindertageseinrichtungen. Das ist nun noch nicht sehr viel, aber immerhin schon mal etwas. Bitte gehen Sie zu den Raumakustik-Downloads und dann zu dem ZfA-Artikel von 2016.

 

2016-06 Mux Mäuschen still, Lärmprävention im Kindergarten

Die Veröffentlichung stammt aus Österreich. Herausgeber ist unter der Projektleitung von Mag. Katharina Takacs die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) in Wien. Bitte gehen Sie zu den Raumakustik-Downloads und dann zu der Veröffentlichung von 2016-06.

 

2016-04 refeRATgeber 06: Hörgeschädigte Kinder in Regelschulen

Der refeRATgeber 06 ist aus einer Veröffentlichung von 2003 entstanden. Sie umfasste damals 40 DIN-A4 Seiten und war offenbar für die praktische Anwendung viel zu wissenschaftlich gehalten, siehe Raumakustik-Downloads unter 2003-04. Katrin Kiupel, selbst hörgeschädigte Mutter einer CI-implantierten Tochter, hat den Inhalt auf 20 Seiten DIN-A5 zusammengestrichen und dabei noch zahlreiche erläuternde Fotos eingefügt. Auf diese Weise ist der refeRATgeber 06 ein „echter Renner“ geworden. Von der gedruckten Fassung wurden im Jahr 2016 fast 10.000 Hefte angefordert. Diese erhalten Sie bei mir gegen Vor- Einsendung eines adressierten und frankierten Aufklebers per Post. Wie das geht, lesen Sie hier. Die PDF-Datei können Sie im Downloadbereich herunterladen.

 

2016-02 Lärmprävention in Kindertageseinrichtungen

Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung haben den Auftrag, arbeitsbedingte Gesundheitsgefährdungen mit allen geeigneten Mitteln zu verhindern. Alle Institutionen sind auf dem Gebiet des Arbeits- und Gesundheitsschutzes tätig und wollen das Thema „Lärm“ in Bildungseinrichtungen im Sinne der Prävention aufgreifen.
Die vorliegende Broschüre beschreibt die akustisch-ergonomischen Rahmenbedingungen, Auswirkungen von Lärm und Möglichkeiten der Lärmreduzierung. Sie soll eine erste Hilfestellung bieten und Betroffene sowie verantwortliche für die Thematik sensibilisieren. Sie richtet sich an das pädagogische Personal in Kindertageseinrichtungen, Fachberaterinnen und Fachberater, Eltern und Trägerinstitutionen sowie an alle Personen und Institutionen, die am Bau und der Sanierung von Kindertageseinrichtungen beteiligt sind. Ziel ist es, den Einfluss akustischer Bedingungen auf Arbeits- und Lernprozesse zu verdeutlichen und Wege zu einer lebenswerten Hörumwelt aufzuzeigen.

 

2015-01 Muss man DIN 18041 wirklich (nicht) beachten?

Viele Planer (und leider auch Bauherren) vertreten die Auffassung, DIN 18041 enthalte nur Empfehlungen und müsse nicht eingehalten werden. Dem ist ganz ausdrücklich zu widersprechen. So heißt es z. B. schon in der BW-Broschüre „Lärmschutz für kleine Ohren, Modellprojekte von 2011:

Verglichen mit dem seit langer Zeit geregelten und praktizierten Schallschutz im Gebäude erscheint eine angemessene Raumakustik mitunter auch heute noch als freiwillige Zusatzleistung. Dann werden Begriffe wie Wohlbefinden, Komfort oder gar Luxus verwendet, um der nachrangigen Erforderlichkeit von Maßnahmen Ausdruck zu verleihen. Diese Einschätzung ist grundsätzlich falsch und die Vernachlässigung der raumakustischen Ausgestaltung von Kindertageseinrichtungen im Sinne akzeptabler Lebens-, Lern- und Arbeitsbedingungen ist fahrlässig. Auch eine gewisse Unbedarftheit infolge mangelnder Information kann heute nicht mehr als Grund für „vergessene Raumakustik“ dienen, da alle Planer Zugriff auf fundierte Erkenntnisse haben, die einen klaren Einfluss schlechter Raumakustik auf Gesundheit, Behaglichkeit und Leistungsfähigkeit der Nutzer belegen.

Ausführliche Darlegungen zu den rechtlichen Grundlagen finden Sie in der PDF-Datei des Vortrages, den ich am 14. Januar 2015 zum Entwurf der Raumakustik-Norm beim Deutschen Institut für Normung in Berlin unter dem Titel "Inklusion und Raumakustik in Normung und Recht" gehalten habe. Kurz gefasst geht es dabei um folgenden Sachverhalt:

 

1. Normen und Regelwerke, welche als sogenannte „Technische Baubestimmung“ bauaufsichtlich im jeweiligen Bundesland eingeführt sind, müssen beachtet werden. Ansonsten wird die Baugenehmigung nicht erteilt. Diese Normen betreffen die sogenannten „wesentlichen Dinge“. Dazu gehören die Standsicherheit, der Schallschutz, der Wärmeschutz, der Feuchteschutz, also Dinge, die mit dem Gebäude selbst zu tun haben. Leider gehört der Gesundheitsschutz (bisher) nicht dazu.

 

2. Über diese öffentlich-rechtlichen Anforderungen hinausgehend müssen Planer im zivilrechtlichen Sinne auch alle „allgemein anerkannten Regeln der Technik“ (a.a.R.d.T.) beachten. Tun sie das nicht, dann entsteht ein Haftungsrisiko im Hinblick auf die Gewährleistung nach BGB, §633, bzw. nach der Verdingungsordnung für Bauleistungen VOB/B, §13. Danach übernehmen nämlich die Planer und Auftragnehmer die Gewähr dafür, dass das Werk zum Zeitpunkt der Abnahme
(1.) die vertraglich zugesicherten Eigenschaften hat,
(2.) den anerkannten Regeln der Technik entspricht und
(3.) nicht mit Fehlern oder Mängeln behaftet ist, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder nach dem Vertrag vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder mindern.

 

Die anerkannten Regeln der Technik gelten als der Soll-Zustand einer vertraglichen Leistung, wobei Abweichungen von den a.a.R.d.T. von beiden Vertragspartnern vereinbart werden können. Das sollte schriftlich erfolgen, denn der eindeutigste Beweis im Bauprozess ist nach Prof. Dr. jur. Carl Soergel, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Stuttgart a. D., der "Urkunds-Beweis", ein Vertrag, der zwei Unterschriften trägt. Liegt eine entsprechende Vereinbarung nicht vor und entspricht die vertragliche Leistung dennoch nicht den anerkannten Regeln der Technik, so besteht in der Regel ein Mangel. Derjenige, der nicht sachgerecht plant, begeht dann eine "positive Vertragsverletzung" (Planungs-Pfusch) und haftet dafür.

 

3. Im „Leitfaden Barrierefreies Bauen“ des Bundes-Bauministeriums wird auf Seite 13 ausdrücklich darauf hingewiesen, dass DIN 18041 eine „allgemein anerkannte Regel der Technik“ ist. Aus diesem Grunde ist diese Norm unbedingt auch zu beachten.

 

4. Dies gilt insbesondere unter Berücksichtigung von Art. 24 aus der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, welche durch Ratifizierung der Bundesregierung am 26. März 2009 in Kraft getreten ist. Da Inklusion ein unveräußerliches Menschenrecht ist, kann man die dafür erforderlichen Baumaßnahmen nicht von den Kosten abhängig machen.

Deckblatt der Broschüre "Schulgesetze auf dem Prüfstand"

 

2014-03 Inklusive Bildung: Schulgesetze auf dem Prüfstand

Der rechtliche Rahmen für ein inklusives Bildungssystem ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich: In vielen Ländern sind seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) im Jahr 2009 erhebliche Änderungen und Anpassungen des Landesschulrechts an die in der Konvention konkretisierten Vorgaben vorgenommen worden. Anhand von zwölf ausgewählten menschenrechtlichen Kriterien ermittelt die Studie von Sven Mißling und Oliver Ückert den Umsetzungsstand der Vorgaben aus dem Recht auf inklusive Bildung im deutschen Schulrecht (Artikel 24 UN-BRK in Verbindung mit Artikel 13 UN-Sozialpakt). Sie untersucht den Stand der rechtlichen Rahmenbedingungen für die schulische Bildung und zeichnet die Entwicklungen auf der rechtlichen Ebene seit dem Inkrafttreten der UN-BRK in ihren wesentlichen Zügen nach. Stand ist die Rechtslage zum Stichtag 01.12.2013.

Bitte beachten Sie insbesondere die Abschnitte
B.I.4. Kostentragung - Ressourcenzuweisung - Haushaltsrecht und
B.II.2. Anspruch auf angemessene Vorkehrungen.

Download
Schulgesetze auf dem Prüfstand
2014-03 Studie_Inklusive_Bildung_Schulge
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2014-02 Gestaltung von schulischen Lehr- und Lernbedingungen

für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Hören

Der Freistaat Sachsen hat eine Handreichung für Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen herausgegeben, die sich (unter anderem) auch mit der Raumakustik befasst, aber auch zahlreiche andere Hilfen bietet. Spannend ist die Feststellung auf Seite 13, man könne mit Filzgleitern die Raumakustik verbessern; gemeint ist wohl, man könne den Störgeräuschpegel senken. Und dann wurde leider auch die Schalldämmung (Schallreflexion) mit der Schalldämpfung (Schallabsorption) verwechselt.

 

2013 HLUG: Lärmminderung in Schulen

Vergleichbar zum refeRATgeber 6 - aber deutlich umfangreicher - ist die vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie 2013 in zweiter Auflage herausgegebene Veröffentlichung "Lärmminderung in Schulen".  Die Bearbeiter waren August Schick, Maria Klatte und Alfred Schmitz. Die PDF-Datei können Sie bei Raumakustik im Downloadbereich unter dem Datum 2013 herunterladen.

 

Akustik in Klassenzimmern:

Erfahrungen von Lehrern im Mobilen Sonderpädagogischen Dienst

"Eigentlich ist jeder Schüler und jeder Lehrer mit dieser Problematik belastet:

  • Im Unterricht treten massive akustische Störungen auf.
  • Die Schüler können diese Störungen nicht ausblenden, so dass sie in ihrem Lernprozess massiv behindert werden.

Doch weil eine unzureichende Akustik die Regel an unseren Schulen ist, gelten diese Umstände den meisten Beteiligten als „normal“ oder zumindest als unveränderbar.

Wir Hörgeschädigtenpädagogen im Mobilen Sonderpädagogischen Dienst (MSD) können uns damit aber nicht zufrieden geben, denn die schwerhörigen Kinder und Jugendlichen an den allgemeinen Schulen sind auf Grund ihrer Behinderung diejenigen, die als erste unter einer schlechten Akustik zu leiden haben. Wir richten deshalb bei unseren Unterrichtsbeobachtungen ein besonderes Augenmerk auf die Möglichkeiten der integrierten Schüler, dem Unterricht auditiv folgen zu können.

Ich möchte Ihnen einige Erfahrungen mit unzureichender Raumakustik, wie sie meine Kollegen und ich anlässlich von Besuchen an Schulen oft machen, schildern. Wichtige Hinweise erhalten wir bereits bei unseren Erkundigungen vor einer Unterrichtshospitation." (Zitat Best-News)

 

2009 Akustische Gestaltung von Kindertagesstätten

Baden-Württemberg hat 2009 den Leitfaden "Akustische Gestaltung von Kindertagesstätten" (erarbeitet von Fraunhofer IBP in Stuttgart) herausgegeben. Er behandelt nur zu einem Teil die Raumakustik und zusätzlich auch den baulichen und den technischen Schallschutz. Die prinzipiellen Zusammenhänge stimmen nach wie vor, aber einiges ist inzwischen durch die Neufassung von DIN 18041 von 2016 überholt. Bitte gehen Sie zu den Raumakustik-Downloads und dann zu dem Leitfaden von 2009.

 

2007-06 Ministerialblatt-SH: Raumakustik in Klassen

In Schleswig-Holstein hat das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren 2007 in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung und Frauen eine Broschüre mit Hinweisen und Hintergrundinformationen zum Thema „Raumakustik in Unterrichtsräumen“ herausgegeben. In dieser sind Probleme benannt, die durch eine schlechte Raumakustik entstehen bzw. verstärkt werden können und weiterhin wird aufgezeigt, wie die Raumakustik mit vergleichsweise einfachen Mitteln verbessert werden kann. Die Broschüre will damit das Problembewusstsein bei allen am Schulbau und Schulbetrieb Beteiligten für diese Thematik öffnen und fördern. Sie wendet sich deshalb vor allem an Firmen, Einrichtungen, Architekten und Ämter, die mit Planung, Genehmigung, Bauausführung (Sanierung, Neubau) sowie dem Betreiben von Schulen befasst sind.

 

2006-04 Praktische Handlungsanleitung zur Reduzierung der Lärmbelastung in Schulen
Bereits 2006 hat Ortrun Rickes bei der Unfallkasse Hessen in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und dem Staatlichen Schulamt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Stadt Darmstadt für Lehrkräfte und Eltern Maßnahmen beschrieben, mit denen in Eigenhilfe die Akustik in Klassenzimmern verbessert werden kann. Dazu hat sie  allgemeine Informationen, praktische Hinweise und beispielhafte Anleitungen zur Durchführung zusammengestellt. Diese Ausarbeitung finden Sie bei den Raumakustik-Downloads unter 2006-04.