3.4    Sanierungen von Bestandsräumen

Bei Umbauten ist es in fast allen Fällen sinnvoll, bereits zu Beginn der Planung Messungen sowohl des Schallschutzes als auch der Raumakustik auszuführen, um den Bestand  zu erfassen. Je ge­nau­er man die Situation kennt, desto gezielter können Maßnahmen zur Verbesserung geplant wer­den. Das gilt insbesondere, wenn sich derselbe Mangel an verschiedenen Stellen im Gebäude (we­gen früherer Planungsfehler) wiederholt. Lediglich Beispielhaft sind hier in Bezug auf mangelhaften Schallschutz die vor etwa 50 Jahren erstellten Schulen nach dem „Kasseler Modell“ zu nennen.

Wenn solche oder ähnliche Serien-Mängel bereits zu Beginn einer Sanierungs-Planung bekannt werden, ist man – zumindest in diesem Sinne – vor unerwarteten Kostensteigerungen sicher. Bis­wei­len  wird auch ersichtlich, dass selbst mit großem Aufwand in solchen Gebäuden die heute gel­ten­den Anforderungen nicht in Gänze erfüllt werden können und man kann dies frühzeitig den Nut­zer­in­nen kommunizieren.

Einmal schnell messen ist genauer,
als zweimal lange rechnen.

Carsten Ruhe

Was ist bei Umbauten und Sanierungen zu beachten?
- erst planen, danach bauen
- für die Planung Grundlagen schaffen
- dazu akustisches „Röntgenbild“ erstellen
- dafür Nachhallzeiten (und ggfs. Schallschutz) messen
- Messergebnisse mit allen Beteiligten kommunizieren

 

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Stand 2025-02-28