Downloads: Thermische Bauphysik

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In jedem Fall muss – wie es sich für das wissenschaftliche Arbeiten gehört – die Quelle nachfolgender Texte bei der Wiedergabe jeweils genannt werden bzw. erkennbar bleiben (außer, Sie wollen promovieren und danach in die Politik gehen).

 

1997-08 Prof. Klopfer zu vollgedämmtem nichtbelüftetem Dach

Siehe zugehörigen Bericht weiter unten.

Weil einige Bauphysiker die im unten genannten Bericht aufgestellte Hypothese angezweifelt haben, hat das Deutsche Architektenblatt Prof. Heinz Klopfer gebeten, zu diesem Bericht noch einmal Stellung zu nehmen.

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Bauschäden-Sammlung: Prof. Klopfer zu vollgedämmtem nichtbelüftetem Dach
1997-08 DAB Klopfer Nichtbelüftetes Dach
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1995-08 Vollgedämmtes nichtbelüftetes Dach, abtropfendes Wasser im Sommer

In einem Einfamilien-Wohnhaus wurde das Satteldach mit einer Mineralfaser-Zwischensparrendämmung als Volldämmung hergestellt. Die zunächst unerklärlichen Wasserabtropfungen im Sommer, die im Laufe der Jahre zunahmen und besonders auffällig in einem sehr heißen Sommer 5 Jahre nach Bezug auftraten, konnte auf eine Umgehung der Dampfsperre im Bereich der einbindenden Wände (im Winter) und auf eine Wasserumlagerung unter Temperaturgefälle (im Sommer) zurückgeführt werden. Schadensverursachend sind hierbei die zu hohe Dampfdiffusion durch das hochposierte Mauerwerk und eine zu dampfdichte Abdichtung oberhalb der Dämmschicht.

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Bauschäden-Sammlung: Vollgedämmtes nichtbelüftetes Dach, abtropfendes Wasser im Sommer
1995-08 DAB Wasser im Sommer.pdf
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1994-06 Belüftetes Dach einer Kakaolagerhalle mit abtropfendem Wasser

Eine Lagerhalle für Rohkakao im Hamburger Freihafen ist wegen Schwitzwasserbildung an der Dachunterseite mit abtropfendem Wasser und dadurch verbundener Beeinträchtigung des Lagergutes mit einer wärmedämmenden Industriehallen-Unterdecke versehen worden. Diese besteht aus alukaschierten Mineralfaserplatten, die in ein sichtbares Schienensystem eingelegt sind. Trotz ausreichend hohen Diffusionswiderstandes des Gesamtsystems (sd = 60 m) und kräftiger Belüftung des Dachhohlraumes trat an der Unterseite der Dachdeckung aus Faserzement-Weltplatten Kondensat mit Reifbildung auf. Dadurch konnten bei Erwärmung der Dachfläche die gleichen Tropfwasserbildungen entstehen wie ohne Unterdecke. In der Bauschäden-Sammlung des Deutschen Architektenblattes 6/1994 wird über die ungewöhnliche Vorgehensweise bei der Sanierung berichtet.

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Bauschäden-Sammlung: Belüftetes Dach einer Kakaolagerhalle mit abtropfendem Wasser
1994-06 DAB Kakaolagerhalle.pdf
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1992-05 Belüftetes Dach eines Rinderstalles mit Durchfeuchtungen und „Camembert-Schimmel“

Rinder („Großvieh-Einheiten“) verdunsten pro Tag etwa 12 l Wasser, unabhängig von den darüber hinaus in flüssiger Form vorhandenen Ausscheidungen. Bei Belegung eines Stalles mit etwa 80 Großvieh-Einheiten fällt demnach jeden Tag Wasserdampf entsprechend 1 m³ flüssigen Wassers an. Damit dieses Wasser die Bauteile nicht schädigt, muss es durch die Stallbelüftung nach außen abgeführt werden. Ist die Belüftung unzureichend oder fehlt sie sogar ganz, steigt die relative Luftfeuchtigkeit bis nahe an 100 %, wobei durch die Wärmeproduktion der Tiere die Raumlufttemperatur auch im strengen Winter nicht unter etwa 10 bis 12 °C absinkt. Bei diesem Innenklima machen sich planerische und ausführungstechnische Fehler stark bemerkbar. Bei dem im Bauschadensbericht des Deutschen Architektenblattes 5/1992 geschilderten Fall wurden die Holzleimbinder und die Dachschalung von weißem Schimmel befallen, wie er sonst nur von der Oberfläche des Camembert bekannt ist.

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Bauschäden-Sammlung: Belüftetes Dach eines Rinderstalles mit Durchfeuchtungen und „Camembert-Schimmel“
1992-05 DAB Belüftetes Dach eines Rinder
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1990-12 Warmdach mit Trapezblech-Decke über Kühlhalle für Molkereiprodukte, Tauwasserbildung durch Wasserdampf-Konvektion

Bald nach der Inbetriebnahme einer Kühlhalle für Molkereiprodukte in Hamburg tropften große Mengen Wasser von der Trapezblechdeckel mit Warmdach-Aufbau. Feuchte Außenluft strömte durch undichte Attikaanschlüsse bis unter die Wärmedämmung und kondensierte an Trapezblechen und Stahlbetonbindern. Die in der Bauschäden-Sammlung des Deutschen Architektenblattes 12/1990 abgedruckte Veröffentlichung über diese Kühlhalle war Anlass, etliche Jahre später in Berlin für einen anderen Lebensmittel-Konzern gleichartige Untersuchungen durchzuführen. Dort wurden fast dieselben Planungs- und Ausführungsmängel festgestellt.

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Bauschäden-Sammlung: Warmdach mit Trapezblech-Decke über Kühlhalle für Molkereiprodukte, Tauwasserbildung durch Wasserdampf-Konvektion
1990-12 DAB Moprohalle.pdf
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1988-03 Fenster in zweischaligem Verblendmauerwerk

In mehreren Wohnhäusern zeigten sich an den Fensterlaibungen und -stürzen jahrelang die gleichen Schäden: durchfeuchteter Putz, Schimmelpilze, abgelöste Tapeten, Putzrisse; viele Marmorfensterbänke waren gerissen. Die Fenster waren außerhalb der wärmedämmenden Ebene eingebaut. Durch Zurücksetzen der Fenster – wie in der Bauschäden-Sammlung des Deutschen Architektenblattes 3/1988 beschrieben – konnten die Schäden dauerhaft behoben werden.

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Bauschäden-Sammlung: Fenster in zweischaligem Verblendmauerwerk
1988-03 DAB Fenster in zweischaligem Ver
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