Raumakustik und Beschallung für besseres Verstehen zuhause

Zu Zeiten der Corona-Pandemie ist es unerlässlich, wichtige Nachrichten nicht nur zu erfahren, sondern ihren Inhalt auch zu verstehen. Wenn Sie bisher vielleicht auch der Meinung waren, dass das alles trotz der Notwendigkeit von Hörgeräten zu Hause doch eigentlich ganz gut funktioniere, dann stellen Sie jetzt vielleicht fest, dass einiges an Ihnen vorbei geht, was Sie gern besser verstanden hätten. Wie schön, wenn Sie dann eine guthörende Partnerin oder einen guthörenden Partner haben, die/der Ihnen das noch einmal übersetzt oder zumindest nach-erzählt anstatt zu sagen „Vergiss es, war nicht so wichtig!“ Was aber, wenn nicht?

Spätestens jetzt sollten Sie überlegen, ob Sie das Hören in den eigenen vier Wänden vielleicht nicht doch noch ein wenig verbessern können? Hier gibt es durchaus einige Möglichkeiten, die ich Ihnen zunächst stichwortartig aufliste:

 

1. Überprüfung und Nachregulierung der eigenen Hörsysteme

2. Verbesserungsmaßnahmen zur Raumakustik im Wohnzimmer

3. Korrektur der Tonabstrahlung vom Radio/Fernseher

4. Aktivierung der T-Spulen in den Hörsystemen

5. Anschaffung und Einbau einer kleinen IndukTiven Höranlage im Wohnzimmer

 

Zu 1: Wenn Sie zum Hörakustiker gehen, um Ihre Hörsysteme überprüfen und nachregulieren zu lassen, dann bitten Sie ihn am besten auch gleich, Ihnen die T-Spulen in Ihren Hörsystemen zu aktivieren. Das ist in wenigen Sekunden erledigt (durch das Setzen eines Häkchens auf dem Computer während der Überprüfung) und ist eine kostenlose Leistung. Wenn dieser Haken gesetzt ist, dann können Sie auch die obige Position 4 gleich mit abhaken, also gleich „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“.

 

Zu 2: Verbesserungsmaßnahmen zur Raumakustik im Wohnzimmer sind auf jeden Fall dann sinnvoll, wenn Sie bisher recht sparsam möblierte Räume, noch ohne Teppiche oder Vorhänge, bewohnen. Solche Teppiche und Vorhänge, aber auch Polstergarnituren mit Stoffbezug und offene Bücherregale wirken wahre Wunder. Polstermöbel mit Leder- oder Kunstleder-Bezug wirken deutlich weniger. Vielfältige Informationen finden Sie bei https://www.carsten-ruhe.de/downloads/raumakustik/

Weiterhin bietet eine Vielzahl von Herstellern schallabsorbierende Wandpaneele mit grafischen Darstellungen oder Fotos an (vielfach mit dem Begriff „Akustikbilder“ beworben). Mit diesen kann man die sonst kahlen Wände ebenfalls zur Schallabsorption heranziehen. Die Bilder müssen dafür allerdings schon eine gewisse Größe aufweisen. Die mir bekannten Hersteller finden Sie unter https://www.carsten-ruhe.de/links/schallabsorber-elemente/ Bastelanleitungen zum Selbstbau finden Sie bei der Raumakustik (Link oben).

 

Zu 3: Wenn Sie das Gefühl haben, „eigentlich noch ganz gut“ zu hören, und deshalb bisher noch keine Hörsysteme benutzen, dann hören Sie möglicherweise die für das Sprachverstehen wichtigen hohen Frequenzen (deutlich) zu leise. In diesem Fall können Sie an Ihren Fernsehgeräten und Radios die hohen Töne lauter machen und die tiefen Töne leiser. Hierzu müssen Sie bitte in der jeweiligen Bedienungsanleitung Ihrer eigenen Geräte nachschlagen oder Sie lassen sich von jemandem helfen, der sich damit auskennt. Wenn Sie mit weiteren guthörenden Personen zusammenwohnen, dann sind die möglicherweise über diese Maßnahme „not amused“ und würden das gern wieder rückgängig machen. In solch einem Fall sollten Sie überlegen, ob für Sie selbst nicht doch Hörsysteme angesagt wären…

Wenn Sie solche Hörsysteme ausprobieren, dann achten Sie bitte darauf, dass man Ihnen Geräte mit T-Spulen gibt und dass diese auch von vornherein mit aktiviert werden. Zahlreiche Hinweise dazu (sowohl für sich selbst, als auch für Ihren Hörakustiker) gibt es unter https://www.carsten-ruhe.de/downloads/induktive-hoeranlagen/

 

Zu 4: Siehe oben bei 1. Einen Flyer zu diesem Thema finden Sie unter "Die T-Spule, das Hörprogramm für Kirchen und Theater".

 

Zu 5: Jetzt bleibt noch, um das Leben wieder „richtig schön“ zu machen, der Einbau einer IndukTiven Höranlage mit Anschluss an den Fernseher und das Radio. Hierfür gibt es fertige Bausätze für den Heimgebrauch, für deren Anschluss man nicht unbedingt ein Fachmann sein muss. Aber gewisse technische Grundkenntnisse sind schon hilfreich. Vielleicht hilft Ihnen dabei auch wieder diejenige Person, die Ihnen vorher schon beim Einstellen an Radio und Fernseher geholfen hat? Dir mir bekannten Bezugsquellen für solche „kleinen“ Anlagen habe ich aufgeführt unter https://www.carsten-ruhe.de/links/hoeranlagen-und-zubehoer/ und auch unter https://www.carsten-ruhe.de/links/hoerhilfsmittel-hoerunterstuetzung/

 

Die Corona-Pandemie ist möglicherweise der Auslöser, die hier beschriebenen Maßnahmen endlich einmal in Angriff zu nehmen. Das bedeutet aber nicht, dass Sie später auf diese Annehmlichkeiten wieder verzichten sollten. Ganz sicher werden Sie merken, wie viel angenehmer sich das Leben für Sie und Ihre Lieben gestaltet. Niemand kann (und wird) von Ihnen verlangen, diese Dinge wieder auszubauen, wenn das tägliche Leben in seinen normalen Zustand zurückkehrt.

Wenn Sie dann festgestellt haben, welche großen Hilfen Sie hierdurch erfahren, dann dürfen Sie das auch Ihren Freundinnen und Freunden erzählen, sobald Sie die wieder treffen oder zu sich nach Hause einladen (und alles vorführen) dürfen. Die können Ihnen das dann gern auch nachmachen, denn schließlich gilt hier wie überall: Imitation ist die reinste Form der Anerkennung!